Die Avlaki-Schlucht, auch bekannt als Katholiko-Schlucht, ist eine bedeutende Natur- und Geschichtsstätte auf der Halbinsel Akrotiri im Westen Kretas, etwa 16 Kilometer östlich der Stadt Chania. Sie hat einen besonderen religiösen Wert, da im Laufe der Geschichte zahlreiche Mönche und Einsiedler in ihren Höhlen Zuflucht suchten. Im Inneren der Schlucht liegt das verlassene Katholiko-Kloster, eines der ältesten Klöster Kretas, das der Schlucht ihren alternativen Namen gab. Ein gut ausgetretener Pfad macht sie für Wanderer zugänglich. Der Weg beginnt am historischen Gouverneto-Kloster, das nahe der Spitze der Schlucht thront. Der Abstieg zum Katholiko-Kloster ist relativ einfach, aber durchgehend bergab, was die Rückwanderung für manche anstrengender macht. Die Wanderung bietet atemberaubende Ausblicke auf die umliegende Landschaft und die Schlucht selbst. Auf dem Weg, etwa 10 Gehminuten von Gouverneto entfernt, stößt man auf die Arkoudiotissa-Höhle (Bärenhöhle), in der einst ein alter Tempel zu Ehren der Artemis stand und die später als christliche Kapelle diente. Im Inneren befindet sich eine bemerkenswerte stalagmite in Form eines Bären. Wenn Sie weitere 10 bis 20 Minuten auf einem steileren Weg weitergehen, erreichen Sie das verlassene Katholiko-Kloster und die Höhle des Heiligen Johannes des Einsiedlers, der dort lebte. Die Höhle ist ziemlich tief (151 m) und erfordert eine Taschenlampe für die Erkundung. Vom Katholiko-Kloster aus führt ein weiterer 15- bis 30-minütiger Fußmarsch entlang des Flussbettes zum Ausgang der Schlucht und zum Meer. Hier bildet sich ein schmaler und felsiger Fjord mit tiefblauem Wasser. Ein markanter, bootförmiger Felsen am Ausgang soll ein versteinerter Piratenschiff sein, das vom Abt des Klosters verflucht wurde.
